Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie

Nehmen Sie Kontakt zur Urologischen Gemeinschaftspraxis in München auf.

Testosteronmangel – Was ist das?

Das Sexualhormon Testosteron wird sowohl im männlichen als auch weiblichen Körper gebildet, unterscheidet sich jedoch in seiner Konzentration und Art der Wirkung stark voneinander.

Beim Mann wird der männliche Phänotyp durch das Hormon reguliert. Bei einem Testosteronmangel kommt es sowohl zu Veränderungen, die das äußerliche männliche Erscheinungsbild betreffen als auch zu anderen körperlichen Symptomen.

Testosteronmangel - Was sind die Ursachen?

Etwa ab dem 40. Lebensjahr kommt es bei Männern im Rahmen des natürlichen fortschreitenden Alterungsprozesses zu einer verminderten Bildung von Testosteron.

Doch auch andere Faktoren können – bereits in jüngeren Jahren – Grund für einen Testosteronmangel sein. Dazu gehören ungesunde Ernährung, Schlafmangel, die Einnahme diverser Medikamente oder auch bestimmte Krankheiten.

Testosteronmangel - Was sind die Symptome?

Typische Begleiterscheinungen bei Testosteronmangel sind eine verminderte Libido, Unfruchtbarkeit, erektile Dysfunktion, Haarausfall im Achsel- und Schambereich, Hitzewallungen und sogar Osteoporose.

Doch es können auch andere Auswirkungen zu Tage treten, wie beispielsweise:

Gewichtszunahme, Energie- und Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen oder Anämie (Blutarmut).

 


Testosteronmangel - Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Wird die Diagnose gestellt, muss dies nicht immer eine Therapie nach sich ziehen, da nicht jede Ursache behandlungsbedürftig ist. Was nicht jeder weiß: Nicht nur Frauen kommen in die Wechseljahre. Was beim weiblichen Geschlecht allgemeinhin als „Menopause“ bekannt ist, gibt es auch bei Männern unter dem Begriff „Andropause“.

Diese sollte jedoch nur dann therapiert werden, wenn ein Testosteronmangel nachgewiesen werden kann und damit einhergehende Beschwerden auftreten. In manchen Fällen hilft bereits eine veränderte Lebensweise, wie etwa die Ernährung umzustellen oder anzufangen Sport zu treiben.

Bei einer Hormontherapie wird der Hormonmangel durch die Gabe von Testosteron ausgeglichen, wodurch die typischen männlichen Geschlechtsmerkmale beibehalten werden und einem Schwinden von Knochendichte, Libido und dem Auftreten erektiler Dysfunktion entgegengewirkt werden kann.

Bei Depressionen und Konzentrationsstörungen konnte bisher nach der Gabe von Testosteron keine Verbesserung festgestellt werden. Im Zuge der Hormonbehandlung wird das Ziel verfolgt, den Testosteronspiegel auf gleicher oder ähnlicher Stufe wie den Normwert bei gesunden jovialen Männern anzusiedeln. Die Behandlung erfolgt via Injektion, Tablettenverabreichung, Implantat oder äußerlich in Form von Pflastern oder Gel.

Testosteronmangel - Fazit

Testosteronmangel ist ein relativ weitverbreitetes Phänomen. Dennoch wird nicht gerne über dieses „Tabu“-Thema gesprochen. Dabei können die körperlichen Auswirkungen unbehandelt das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen und die Partnerschaft belasten.

Männer die sich müde und antriebslos fühlen, eine verminderte Libido, Potenzprobleme und andere oben genannte Veränderungen bei sich feststellen, sollten nicht zögern, einen kompetenten Facharzt aufzusuchen und die Ursachen für die Beschwerden abklären zu lassen. Zwar kann ein Mangel an Testosteron durchaus eine natürliche Altersbegleiterscheinung sein. Doch wenn die Lebensqualität zu stark leidet, sollten die Symptome nicht einfach hingenommen werden.

Auch unter dem Gesichtspunkt, dass ein zu geringer Testosterongehalt das metabolische System angreifen und damit das Risiko für einen Herzinfarkt und sogar Schlaganfall begünstigen kann.

Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie