Dr. med. Höppner & Dr. med. Mayer - Fachärzte für Urologie

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Vasektomie als sichere Verhütungsmethode

Die Vasektomieist die sicherste Vergütungsmethode bei einem Mann. Die Versagensrate liegt gerade mal bei 0,1 %. Das ist bedeutend sicherer als die „Pille“ bei der Frau. Allerdings setzt der Verhütungseffekt nicht sofort nach der Vasektomieein, da zunächst ein „Verbrauch“ der schon produzierten Spermien stattfinden muss. Manchmal kann es zudem auch passieren, dass die gerade erst durchtrennten Samenleiter von allein wieder zusammenwachsen. Die sogenannte Rekanalisierung kommt vor allem in den ersten Monaten manchmal vor. Auch wenn es sich nur um wenige Fälle handelt, sollten Sie diese Möglichkeit in den ersten Monaten trotzdem in Betracht ziehen. Sicher können Sie erst sein, wenn Ihnen Ihr Arzt bei zwei bis drei Nachkontrollen den Erfolg der Vasektomiebestätigt hat.

Wichtige Fragen zur Vasektomie

Patienten, die zu Dr. med. Michael Höppner und Dr. med. Margit Mayer in die Sprechstunde kommen, sind meistens noch etwas unsicher und haben viele Fragen. Das ist auch ganz normal, denn es geht nicht nur um eine Schwangerschaftsverhütung, sondern das komplette Sexualleben. Nicht selten wollen Patienten wissen, wie sich die Sterilisation auf das Lustempfinden auswirkt. Diese Frage ist recht schnell beantwortet. Eine gut durchgeführte Vasektomie hat keinen Einfluss auf die Libido. Aber es gibt noch mehr Punkte, mit denen sich Patienten im Vorfeld beschäftigen.

Wird der Penis nach einer Vasektomie noch richtig steif?

Auch diese Frage kann positiv beantwortet werden. Eine Sterilisation hat mit der Erektion nichts zu tun. Es werden lediglich die Samenleiter durchtrennt. Der Penis selber funktioniert genau wie vorher.

Welchen Einfluss hat sie auf den Orgasmus und die Ejakulation?

Die Menge der Sammelflüssigkeit ist fast genauso wie vor dem Eingriff. Die Spermien, die sich im Ejakulat befinden, machen gerade mal rund 5 % der Gesamtmenge aus. Dieser Prozentsatz ist in der Ejakulatmenge kaum spürbar.

Ein einfacher Eingriff

Rein chirurgisch gesehen ist die Vasektomienur ein einfacher Eingriff, bei dem es so gut wie keine Komplikationen gibt. Die Sterilisation der Frau ist dagegen bedeutend aufwendiger und mit mehr Risiken verbunden. Ein Paar, dass die Familienplanung abgeschlossen hat, sollte sich deshalb immer überlegen, ob sich lieber der männliche Partner einer Vasektomieunterzieht oder ob die Frau den Schritt der Sterilisation geht.

Nach der Vasektomie

Wird der Eingriff von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt, verläuft er in der Regel sehr komplikationslos. In den Tagen nach dem Eingriff kann es allerdings sein, dass der Mann Druckgefühle in den Hoden oder Blutergüsse hat. Das bildet sich meistens sehr schnell wieder zurück. Die entsprechende Stelle zu kühlen, kann sehr hilfreich sein. In ganz seltenen Fällen kann es durchaus zu Wundschmerzen kommen, die durch ein Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen) gut in den Griff zu bekommen sind. Falls der Eingriff ambulant durchgeführt wurde, sollten Sie spätestens nach ein oder zwei Tagen zur ersten Wundkontrolle gehen. Baden sollten Sie erst wieder, wenn sich die Wunde komplett geschlossen hat und trocken ist. Leichte körperliche Betätigung ist schon ab dem nächsten Tag wieder möglich, allerdings kein Leistungssport und keine schwere körperliche Arbeit. Nach ungefähr einer Woche sind Sie wieder voll einsatzfähig.

Vasektomie - keine leichtfertige Entscheidung

Die Sterilisation ist eine Entscheidung auf Lebenszeit. Sie sollten sich diesen Schritt sehr genau überlegen und ihn erst dann vollziehen, wenn Sie sicher sind, dass Sie wirklich keine Kinder mehr zeugen möchten. Nicht selten ändern sich Lebensumstände und mit einer neuen Partnerschaft könnte auch der Wunsch nach einem weiteren Kind entstehen. Dank moderner Medizin kann eine Vasektomieunter Umständen zwar rückgängig gemacht werden, aber der Eingriff ist aufwendig und teuer. Das Wichtigste aber ist, dass es keine Garantie gibt, dass die Fruchtbarkeit nach einer Refertilisierung tatsächlich wiedergegeben ist. Das ist auch ein Grund dafür, warum die Deutsche Gesellschaft für Urologie von einer Vasektomiebei jungen Männern oder bei Männern, die noch keine Kinder haben, abrät.

Vasektomie - Abgeschlossene Familienplanung?

Wenn die Familienplanung endgültig abgeschlossen ist oder generell kein Kinderwunsch besteht, können verschiedene Verhütungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden. Als eine der sichersten Methoden gilt die Sterilisation – Vasektomie des Mannes.

Hieß es vor einigen Jahren noch, dass die meisten Männer das Thema Verhütung der Frau überlassen, haben sich innerhalb der letzten 20 Jahre mehr und mehr Männer dazu entschlossen, diese Verantwortung selbst in die Hand zu nehmen.

Die Zahl der durchgeführten Eingriffe zur Sterilisation – Vasektomie des Mannes konnte damit signifikant gesteigert werden. Dennoch haben auch heute noch viele Männer Angst vor dem Eingriff. Diese ist jedoch absolut unbegründet.

Ziel einer Sterilisation - Vasektomie

Um den Ablauf einer Vasektomie zu erläutern, ist es wichtig, den eigentlichen Ablauf der Ejakulatbildung zu verstehen. Generell werden Spermazellen innerhalb der Hoden gebildet. Von dort aus gelangen sie über die Samenleiter in die Samenbläschen. Innerhalb dieser werden die Spermazellen mit Prostatasekreten und Sekreten aus den Samenbläschen vermengt – das eigentliche Ejakulat entsteht.

Bei einer Sterilisation – Vasektomie liegt der Fokus auf den Samenzellen, welche für die Fortpflanzung essenziell sind. Ohne Samenzellen ist keine Befruchtung der weiblichen Eizelle und somit auch kein Schwangerschaftseintritt möglich. Eine Sterilisation – Vasektomie sieht die Unterbrechung der Samenleiter vor, damit das Ejakulat spermienfrei bleibt.

Vasektomie - die Methoden

Um das Ziel der Spermienfreiheit zu erreichen, gibt es verschiedene Durchführungsmethoden, wobei sich die einzelnen Schritte nahezu ähneln.

1. Freilegung der Samenleiter am Hodensack-Ansatz, mithilfe von zwei kleinen Schnitten.

Alternativ: Skalpellfreie Freilegung der Samenleiter mit Hilfe von minimal-invasiven Spezialinstrumenten, wobei das Gewebe behutsam auseinandergedrängt wird.

2. Beidseitige Durchtrennung der Samenleiter mit anschließender Vernähung und zusätzlicher Kauterisation der Samenleiterstümpfe – hierbei handelt es sich um eine Zerstörung des Gewebes mittels thermischer Mittel oder einem Kauter (chirurgisches Instrument).

3. Verschluss des Zugangs am Hodensack

Eine Vollnarkose während einer Sterilisation – Vasektomie ist heute nur noch in seltenen Fällen notwendig. Im Regelfall wird die Operation unter lokaler Betäubung durchgeführt. Ferner findet die Durchführung ambulant statt.

Die Vorgehensweise bei der Vasektomie

In den meisten Fällen wird die Vasektomie ambulant durchgeführt. Je nach Art des Eingriffs kann die Vasektomie in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Der Vasektomie Ablauf richtet sich dabei nach dem angewendeten Operationsverfahren. Es gibt generell drei verschiedene Varianten, mit denen der Arzt arbeiten kann. Bei allen drei Varianten ist der Vasektomie Ablauf relativ einfach und in der Regel komplikationslos.

Verschiedene Varianten der Vasektomie

Am häufigsten wird in Deutschland die klassische Methode verwendet. Es ist ein einfacher Eingriff mitrelativ kurzer Operationszeit. Außerdem gibt es noch die „Non-scalpel“ Vasektomie und die „No-needle-no-scalpel“ Vasektomie.
Der Vasektomie Ablaufist bei den beiden letzten Varianten ziemlich ähnlich. Das Hauptunterscheidungsmerkmal ist lediglich die Art der Betäubung.

Die klassische Vasektomie

Diese Variante wird in Deutschland vor allem deshalb gewählt, weil sie schmerzfrei ist. Der Vasektomie Ablauferfolgt immer nach dem gleichen Schema und der Eingriffist bei einem eingespielten Team innerhalb weniger Minuten beendet. Der Vasektomie Ablauf beginnt mit einem kleinen Schnitt in die Haut über dem Samenleiter von rund einem 0,5 bis 1 cm. Anschließend wird der Samenleiter freigelegt, um die Durchtrennung vorzubereiten. Entfernt wird bei diesem Eingriff ein 1 bis 3 cm langes Samenleiterstück. Im Anschluss daran werden beide Enden elektrisch verödet und speziellvernäht. Ziel ist es, bei diesem Vasektomie Ablaufden Transportweg der Spermien zu unterbrechen. Die Enden der Samenleiter werden in unterschiedliche Gewebeschichten des Hodensacks eingelassen. Zum Schluss wird alles mit einem Faden, der sich selber auflöst, wieder verschlossen. Der komplette Vasektomie Ablaufsollte nicht länger als 30Minuten dauern. Ein anschließend aufgebrachter, steriler Verband sorgt dafür, dass die Wunde gut verheilen kann.

Die ``Non-scalpel`` Vasektomie``

Dieses Verfahren stammt aus den USA und findet aber auch bei uns immer mehr Anwendung. Zur klassischen Variante gibt es einige Unterschiede, die Ihnen Ihr Arzt im Vorfeld genau erklärt. Fragen, die dabei auftreten können, sind zum Beispiel:

– Warum wird kein Skalpell verwendet?
– Ist diese Variante schonender?
– Wie gelangt der Urologe an den Samenleiter?

Bei dieser Variante wird die Hodensackhaut an ein bis zwei Stellen punktiert und die Haut an dieser Stelle mit einer Klemme aufgespreizt. Dabei öffnet der Urologe den Eingang so weit, dass er an den Samenleiter gelangen kann. Dieser wird dann mit einer Halteklemme erfasst. Der weitere Vasektomie Ablaufist ähnlich wie bei der klassischen Variante, allerdings muss die Haut nicht vernäht werden, sondern das kleine Loch schließt sich von allein wieder. Insgesamt dauert dieser Vasektomie Ablaufungefähr 15 Minuten.

Die ``No-needle-no-scalpel`` Vasektomie

Bei dieser Methode gibt es zur vorher beschriebenen Methode nur einen einzigen Unterschied. Hier arbeitet der Urologe nicht mit einer Betäubungsspritze, sondern es wird eine ganz besondere nahtlose Betäubungstechnik angewendet. Dabei wird durch Luftdruck ein Betäubungsmittel in die Haut gepresst. Der restliche Ablauf der Vasektomieist komplett identisch.

Änderungen nach der Sterilisation - Vasektomie

Nach der Durchführung einer Sterilisation – Vasektomie ändert sich lediglich die Beschaffenheit des Ejakulats. Dieses ist ab diesem Zeitpunkt frei von Spermien. Es besteht lediglich aus Sekreten der Prostata und Samenbläschen.

Das Samenerguss-Volumen reduziert sich um circa fünf Prozent. Die Erektions- und Orgasmus Fähigkeit des Mannes wird durch eine Sterilisation – Vasektomie in keiner Weise beeinflusst. Gleiches gilt für den Hormonhaushalt.

Potenzielle Risiken einer Sterilisation - Vasektomie

Abhängig von der Operationsmethode und der chirurgischen Erfahrung des durchführenden Arztes sind Blutung, Infektionen, postoperative Schmerzen oder Hämatome möglich. Findet die Durchführung skalpellfrei statt, sind diese Risiken jedoch nahezu ausgeschlossen. Darüber hinaus besteht stets die Gefahr eines erfolglosen Eingriffs, wobei dieses Risiko relativ gering ist.

Sollte eine Sterilisation – Vasektomie erfolglos ablaufen, können weiterhin fruchtbare Spermien im Ejakulat nachgewiesen werden. Außerdem sind Wochen nach dem Eingriff chronische Beschwerden möglich. Bei erfahrenen Operateuren entstehen derartige Komplikationen allerdings sehr selten bis gar nicht, so dass Ängste hierüber in der Regel absolut unbegründet sind.

Dr. med. Höppner & Dr. med. Mayer - Fachärzte für Urologie