Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie

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Hodenkrebs (Hodenkarzinom) - eher in jungen Jahren

Nur rund 1,5 Prozent aller Krebserkrankungen entfallen auf den Hodenkrebs (Hodenkarzinom). Allerdings zählt Hodenkrebs bei jungen Männern, von der Pubertät bis zum 40. Lebensjahr, zu den häufigsten Krebserkrankungen. Im Frühstadium erkannt, werden über 90 Prozent der erkrankten Männer wieder gesund. Selbst in fortgeschritten Stadien sind die Heilungschancen noch gut.

Hodenkarzinom - Definition und Ursachen

Die Medizin unterscheidet die bösartigen Neubildungen von Zellen (Karzinome) des Hodens nach der Art des Gewebes. In über 90 Prozent der Fälle von Hodenkrebs handelt es sich bei den bösartig wuchernden Zellen um Keimzelltumore (germinale Tumore). Der Rest der Tumore bildet sich im Binde- und Stützgewebe.

Die häufigste Art der Hodenkarzinome, die Keimzelltumore, werden von der Medizin weiter in Seminome (Semen=Samen) und Nicht-Seminome eingeteilt. Für die Therapie ist die Unterscheidung wesentlich:

Seminom

  • Entartete Vorgängerzellen der Spermiogenese.
  • Betrifft etwas über die Hälfte der Keimzelltumor-Erkrankungen.
  • Durchschnittliches Erkrankungsalter liegt bei 30 bis 40 Jahren.
  • Metastasierungsneigung weniger ausgeprägt als beim Nicht-Seminom.

Nicht-Seminom

  • Entartete Zellen unterschiedlicher Gewebearten im Hodensack.
  • Ca. 47 Prozent der germinalen Tumore.
  • Durchschnittliches Erkrankungsalter liegt bei 20-30 Jahren.

Hodenkarzinom - Ursachen

Die Ursachen kann die Medizin bisher nicht klar benennen. Als Risikofaktoren gelten bisher:

  • Vererbung (genetische Disposition).
  • Zugehörigkeit der Volksgruppe hellhäutiger Europäer.
  • Mikroverkalkungen des Hodens
  • Zeugungsunfähigkeit (durch Minderzahl oder Fehlen von Spermien oder Samenflüssigkeit).
  • Vorangegangene Hodenentzündung (Orchitis).
  • Ungleichgewicht der Sexualhormone (Östrogenüberschuss).
  • Hodenhochstand.
  • Fehlanlage der Harnröhrenmündung (Hypospadie).
  • Klinefelter Syndrom (Erbkrankheit) und
  • möglicherweise beeinflusst durch die Ernährung.

Hodenkrebs - Symptome und Vorsorge

Männer zwischen 20 und 40 Jahren, besonders wenn Sie zur Risikogruppe gehören, sollten regelmäßig Ihre Hoden abtasten und beim Urologen zur sonographischen Beurteilung vorstellig werden. Bei Veränderungen, Verhärtungen kann dann ein Urologe mit weiteren Untersuchungen bösartige Tumoren ausschließen oder aber rechtzeitig die geeigneten Maßnahmen einleiten. Viele Veränderungen sind gutartig und falls Hodenkrebs diagnostiziert wird, sind die Chancen einer vollständigen Heilung sehr gut.

Hodenkrebs - Untersuchung

Der Urologe Dr. med. Michael Höppner wird mit einer genauen Befragung die Untersuchung beginnen. Nach dem Gespräch erfolgt eine Tastuntersuchung. Eine Ultraschalluntersuchung und ein Blutbild können bei Verdacht die vorläufige Diagnose Hodenkrebs verwerfen oder erhärten.

Bei positivem Befund folgen bildgebende Verfahren wie CT und MRT (Computertomographie und Magnetresonanztomographie) sowie Gewebeentnahmen zur weiteren Absicherung.

Hodenkrebs - Maßnahmen und Therapie

Bei einem positiven Befund richtet sich die Therapie nach der Art des Hodenkrebses und nach dem Stadium. Rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Der betroffene Hoden wird operativ entfernt. Meistens kann die hormonelle Hodenfunktion und auch die Spermienproduktion durch den anderen Hoden kompensiert und Aufrecht erhalten werden.

Ratsam ist es, einer punktuellen Entnahme von Gewebe des anderen Hodens zuzustimmen, um dort einen weiteren Befall oder ein Frühstadium (TIN) auszuschließen. Die anschließenden Maßnahmen und Untersuchungen richten sich ganz nach den Befunden, die sich aus dem entnommenem Gewebe ergeben.

Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie