Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie

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Benigne Prostatahyperplasie - gutartige Vergrößerung der Prostata

Benigne Prostatahyperplasie beschreibt ein gutartiges Krankheitsbild innerhalb der Urologie. Hierbei vergrößert sich die Prostata durch eine Zunahme von Zellen. Im Vergleich zu einer bösartigen Zellzunahme ist das Wachstum bei der Prostatahyperplasie weder aggressiv noch unkontrolliert.

Das Gewebewachstum findet ausschließlich in der Prostata statt und greift nicht auf andere Strukturen über, wie es beispielsweise bei bösartigem Krebs der Fall wäre. Es werden keine Metastasen gebildet. Dennoch stellen sich über kurz oder lang Beschwerden bei dem Betroffenen ein, was insbesondere der Volumenzunahme des Organs geschuldet ist.


Symptome einer Benignen Prostatahyperplasie

Bei Vergrößerung der Vorsteherdrüse findet zwangsläufig eine Einengung des oberen Teils der Harnröhre statt. Dieser Teil verläuft durch die Prostata. Aufgrund dieser Einengung werden diverse Symptome verursacht, die insbesondere das Wasserlassen erschweren.

Im Allgemeinen werden die Symptome einer Benignen Prostatahyperplasie in zwei verschiedene Komplexe eingeteilt. Zum einen treten obstruktive Miktionsbeschwerden auf, zum anderen aber auch irritative Miktionsbeschwerden.

Obstruktive Miktionsbeschwerden:

  • Restharngefühl nach dem Wasserlassen.
  • Pressen bei der Entleerung der Harnblase.
  • Schwacher Harnstrahl, unter Umständen sogar der vollständige Harnverhalt.
  • Verzögerter Beginn beim Wasserlassen.
  • Nachträufeln und nterbrochener Harnstrahl.

Irritative Miktionsbeschwerden:

  • Starker Harndrang, der sich nur schwer bis gar nicht zurückhalten lässt.
  • Schmerzhafte Empfindungen beim Wasserlassen.
  • Mehrfaches, nächtliches Wasserlassen.
  • Häufiges Wasserlassen, wobei nur kleine Harnmengen abgesetzt werden.

Sexuelle Störungen bei einer Prostatavergrößerung

Nach der Behandlung werden Sie im Abstand von 1 – 3 Monaten zu einer Nachkontrolle gebeten. Diesen Termin sollten Sie wahrnehmen, da nur ein erneuter Test Sicherheit gibt und aufzeigt, ob alle Erreger bekämpft wurden.

Auch harmlos erscheinende Geschlechtskrankheiten sollten Sie keinesfalls unterschätzen und sich immer vor Augen führen, dass Sie nicht nur Ihre eigene Gesundheit und Fruchtbarkeit, sondern auch die Gesundheit Ihrer Sexualpartner aufs Spiel setzen.

Durch die Prävention mit regelmäßigen Untersuchungen und die Nachkontrolle nach der Behandlung von Geschlechtskrankheiten schließen Sie nicht abzuschätzende Risiken aus und sorgen für die Hygiene, die im zwischenmenschlichen Bereich wichtig und von primärer Bedeutung ist.

Geschlechtskrankheiten - Beratung zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten

Darüber hinaus kann eine Prostatahyperplasie diverse sexuelle Störungen verursachen, beispielsweise die erektile Dysfunktion. Ferner kann die Vergrößerung der Prostata zu einem verringerten Samenerguss führen und Schmerzen während der Ejakulation auslösen.

Eine unbehandelte Prostatahyperplasie kann ferner zu Komplikationen führen. Durch den Umbau der Blasenwand, durch die ständig vermehrte Füllung der Blase, eine Überlaufblase, einen Nierenstau, Nierenversagen, eine Urämie oder Blut im Urin.

Ursachen einer Benignen Prostatahyperplasie

Bislang sind die Ursachen einer gutartigen Prostatavergrößerung noch nicht eindeutig geklärt, dennoch gibt es verschiedene Zusammenhänge, die sicher mit dem Zellwachstum in Verbindung gebracht werden können. Mit relativ großer Sicherheit kann gesagt werden, dass der männliche Hormonhaushalt maßgeblich an der Prostatahyperplasie beteiligt ist.

Des Weiteren steht eine veränderte extrazelluläre Matrix der Prostata im Verdacht, das Zellwachstum zu verursachen. Eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielen dagegen die genetischen Faktoren. Höher ist die Wahrscheinlichkeit genetischer Ursachen, sofern die Prostatahyperplasie in jungen Jahren auftritt.

Untersuchungsmöglichkeiten und Diagnose einer Prostatahyperplasie

Für die Untersuchung stehen dem Mediziner und Patienten verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Am Anfang jeder Untersuchung erfolgt eine eingehende Anamnese. Im Anschluss wird der Schweregrad der Symptome abgeschätzt. Als wichtigste körperliche Untersuchungsmethode zählt die digital-rektale Untersuchung, wobei der behandelnde Arzt versucht, die Prostata des Patienten über den Mastdarm zu erfühlen.

Liegt eine Prostatahyperplasie vor, fühlt sich diese in der Regel prall und elastisch an, während die Prostata im Falle von Krebs steinhart und uneben wirkt. Darüber hinaus können Blut- und Urinuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, Harnstrahlmessungen und weitere Methoden Aufschluss über eine Prostatahyperplasie geben.

Behandlungsmöglichkeiten der Prostatavergrößerung

Die moderne Medizin kennt viele Behandlungsmöglichkeiten im Falle einer Prostatahyperplasie, so dass den Patienten recht zügig die Beschwerden genommen werden können. Im Vordergrund steht eine medikamentöse Behandlung mit Pflanzenpräparaten, Alpha-Blockern, 5-a-Reduktase-Hemmer, Phosphodiesterase-Hemmern und Anticholinergika. Darüber hinaus sind auch operative Eingriffe möglich, wobei hierfür ein gewisser symptomatischer Schweregrad erreicht sein muss.

Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie