Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie

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Blasenkrebs (Blasenkarzinom) - Gute Heilungschancen im Frühstadium

An Blasenkrebs oder einem Blasenkarzinom erkranken jährlich etwa 30. 000 Männer und Frauen in Deutschland. Da Tumore in der Blase meist über einen langen Zeitraum nicht entdeckt werden, erfolgt die Diagnose oft in einem relativ späten Stadium.

Daher ist es wichtig, dass Frühsymptome, wie Blut im Urin oder Schmerzen beim Wasserlassen, ernst genommen werden müssen. Manchmal ist die Ursache solcher Beschwerden harmlos, doch sie sollte auf jeden Fall abgeklärt werden, denn: Wird Blasenkrebs früh entdeckt, sind die Heilungschancen sehr gut.

Blasenkrebs - Wer ist gefährdet?

Der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs ist das Rauchen. Wer raucht, führt seinem Körper krebserregende Schadstoffe zu, die durch das Blut zunächst in die Niere und dann über den Urin weiter in die Blase wandern. Da die schädlichen Stoffe dort oft längere Zeit lagern, können diese die Blase nachhaltig schädigen. Laut Schätzungen werden bis zu 70 Prozent aller Blasenkarzinome durch das Rauchen hervorgerufen oder begünstigt.

Auch diverse Chemikalien können Blasenkrebs auslösen. Sogenannte aromatische Amine sind Schadstoffe, die in der pharmazeutischen und chemischen Industrie Verwendung finden, aber auch in der Textilindustrie oder in der Lederverarbeitung zum Einsatz kommen. Berufsgruppen, die regelmäßig mit solchen Schadstoffen in Berührung kommen, haben ein erhöhtes Risiko, Blasenkrebs zu entwickeln.

Blasenkrebs - Erste Anzeichen und Warnsignale ernst nehmen

Beschwerden, die bei Blasenkrebs auftauchen können, liegen oft auch bei anderen Problemen, wie etwa einer Entzündung der Blase, vor. Blut im Urin, Beschwerden beim Wasserlassen oder Flankenschmerzen müssen von einem Arzt abgeklärt werden. Wenn harmlose Infekte ausgeschlossen werden können, wird der Arzt eine gründliche Untersuchung durchführen.

Eine Blasenspiegelung oder eine Röntgenuntersuchung der Harnwege können Klarheit schaffen. Der Urin des Patienten sowie eine entnommene Gewebeprobe können auf bösartige Tumorzellen untersucht werden.

Wird ein Blasenkrebs eindeutig festgestellt, so muss überprüft werden, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist. Ist ein Blasentumor noch in der Blase lokalisiert oder hat der Krebs bereits gestreut und haben sich Metastasen gebildet? Um diese Frage zu beantworten, wird in der Regel eine Operation (TUR-B = transurethrale Resektion der Blase) durchgeführt.

Zudem kann eine Computertomographie (CT) die Größe und Lage eines Tumors abbilden. Zudem ist diese hilfreich, um zu erkennen, ob sich Metastasen gebildet haben. Alternativ kann eine Kernspintomographie (MRT) durchgeführt werden, um gemeinsam mit dem Patienten über die weitere Therapie zu entscheiden.

Operation oder Bestrahlung können den Blasenkrebs besiegen

Ziel ist, nach einer gesicherten Diagnose, den Blasenkrebs und mögliche Tochtergeschwüre zu entfernen. Mögliche Behandlungsmethoden sind:

  • Endoskopische Operationen,
  • offene Operationen,
  • ionisierende Strahlen und
  • Chemotherapie

Ist die Krankheit bereits so weit fortgeschritten, das dies nicht mehr möglich ist, so wird versucht, den oder die Tumore möglichst lange am Wachsen zu hindern und somit zu kontrollieren. Ist der Tumor noch klein, kann er endoskopisch durch die Harnröhre entfernt werden. Bei größeren Tumoren ist eine offene Operation notwendig. Hierbei muss in der Regel die Blase komplett entfernt werden und eine Urinableitung erfolgen. Es werden hierbei verschieden harnableitende Verfahren eingesetzt, so z.B eine Ileum-Neoblase oder ein Ileum-Conduit.

Eine andere Behandlungsmöglichkeit ist, die Krebszellen durch ionisierende Strahlen abzutöten. Auch hier kann eine vollständige Heilung erreicht werden und in vielen Fällen kann die Blase erhalten werden.

Sollten Krebszellen bereits in die Blutbahn gestreut haben, so ist eine Chemotherapie nötig. Hier wird der Arzt den Patienten zunächst ausführlich über die Risiken und Nebenwirkungen einer solchen Therapie aufklären.

Dr. med. Michael Höppner - Facharzt für Urologie